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04.10.2010 | T. Paul

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R-lebnis Nordschleife

Eine richtige Rennstrecke ist eben doch etwas anderes als eine leere Autobahn am Wochenende. So verwunderte es nicht, dass über 30 r-fahrene Teilnehmer dem Ruf des Reifenherstellers Dunlop folgten, der in Zusammenarbeit mit sport auto und der Volkswagen R GmbH zu einem exklusiven Training auf die Nordschleife des Nürburgrings eingeladen hatte.

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Am Vorabend des eigentlichen Events stand eine Technikschulung auf dem Programm. Der Leiter der Fahrwerksentwicklung von Volkswagen R GmbH, Herr Janzen, und Herr Happel von Dunlop informierten intensiv sowohl über die Fahrwerkskomponenten der R-Modelle als auch über Aufbau und Beschaffenheit verschiedener Reifen. Ebenso wurde auf das Zusammenspiel von Fahrwerk und Reifen sowie die gemeinsamen Entwicklungsprojekte eingegangen. Die Teilnehmer, die allesamt im Besitz eines Volkswagen R-Modells sind, bekamen somit wichtige Erkenntnisse für den praktischen Einsatz am Folgetag mit auf den Weg.

 

Rund 30 Autos in vier Gruppen
Das Intensivtraining am Montag, den 27. September 2010, machte dann seinem Namen alle Ehre. Es war intensiv, sehr intensiv. Schon in den frühen Morgenstunden zog es den tatenlustigen Tross zur Tat. Aufgeteilt in vier Gruppen und jeweils eskortiert von einem erfahrenen Trainer der sportauto-Akademie machten sich 30 Autos (R-Golfs und R-Sciroccos) mit ihren Fahrern ans Tageswerk. Nach gemächlichem Beginn legten die Fahrer nach und nach ihre Zurückhaltung ab und bewiesen, was in ihrem Wagen steckt.

 

Rennfahrer unter sich
Bei der Sportfahrergruppe mit Patrick Simon als Instruktor zog insbesondere ein Auto die Aufmerksamkeit auf sich – „die blaue Mathilda“, wie sie von Eigner Michael Paatz liebevoll genannt wird. Nach den ersten Runden, in denen Patrick Simon, seine ps-starken Schäfchen noch zur Gewöhnung an die Strecke und Erlernen der Ideallinie etwas drosselte, ließ er es etwas zügiger angehen. „Das hat richtig Spaß gemacht“, lacht Paatz, „und ich habe von Patrick noch etwas abgucken können“. Die beiden Rennfahrer bestreiten ansonsten regelmäßig Rennen auf der Nordschleife. Paatz ist auf einem orangenen Scirocco in der VLN-Meisterschaft unterwegs; Simon zuletzt beim 24-h Rennen im Porsche.

 

Probefahrt und Urteil der Fachfrau
Auch Anja Wassertheurer, die Ressortleiterin Test und Technik des Fachmagazins und Mitveranstalters sport auto, zeigte sich interessiert. Paatz lud die Journalistin, die selbst bei der VLN Langstreckenmeisterschaft einen Ford Focus RS in der Klasse SP4T chauffiert, kurz entschlossen zu einer Probefahrt ein. Sie spüre zwar, dass der Wagen noch in der Entwicklung sei, urteilte sie fachkundig, ansonsten sei Mathilda aber schwer beeindruckend für einen Straßenwagen. Man merke, dass Experten am Werk gewesen seien.

 

Komponenten und Mechaniker auf Profiniveau
„Worin liegt das Geheimnis der Performance?“ fragten die Teilnehmer seiner Gruppe in der nächsten Pause. „Im Grunde ist es ganz einfach, ich habe im Scirocco Komponenten der gleichen Hersteller verbaut, die uns auch bei unserem Rennwagen in der VLN unterstützen“, erklärt Paatz. „Ich war von vorneherein davon überzeugt, dass man so aus der Straßenversion zu einem relativ überschaubaren Betrag eine ähnliche Performance herauskitzeln kann wie aus dem Rennwagen“. Für diese Aufgabe steht ihm ein Team von erstklassigen Mechanikern zur Seite. Profis wie Christopher Breuer, der sich nicht nur an den Schraubenschlüsseln zu Hause fühlt, sondern vor allem im Cockpit. Der Techniker von Raeder Motorsport belegt derzeit den 4. Platz in der Gesamtwertung der VLN und weiß daher genau, wie sich ein Auto anfühlen muss.

 

Von der Strecke auf die Straße
Dieser Professionalismus zieht sich bei mathilda racing bis in letzte Detail: Fahrwerk, Felgen, Reifen, Bremsen und Motorsteuerung – das ganze Paket muss eben harmonieren. Und das ist noch nicht alles: „Es geht natürlich um leistungsfähige Effizienz auf der einen Seite“, so Paatz, „gleichzeitig ist uns jedoch wichtig, nicht mit der Power „optisch“ zu protzen. Es geht mehr um den stillen Genuss als um laute Demonstration.“ Diese Verbindung von Leistung und Stil fand nicht nur beim Intensivtraining auf der Nordschleife viele Freunde, sondern sorgte auch in der Fachpresse für Aufsehen. autobild sportcars wird beispielsweise Mitte November einen ausführlichen Fahrbericht veröffentlichen. Aus dem ursprünglich persönlichen Anliegen wurde so bald eine Geschäftsidee: mathilda racing. Freunden eines forcierten Fahrstils, die zudem Wert auf Ästhetik und Proportion legen, finden ab sofort unter www.mathilda-racing.de Tuning-Sets von Profiherstellern aus dem Rennsport.

 

500 Kilometer und mehr
Am Schluss dieser überaus gelungenen Veranstaltung hatte mancher Teilnehmer über 500 Kilometer mehr auf dem Tacho und vor allem vom Profil. Viele kamen schließlich dem Angebot nach und ließen sich von Volkswagen R-Entwicklungspartner Dunlop einen neuen Satz Dunlop SP Sport Maxx GT zum Sonderpreis aufziehen.

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