Sie sind hier: Motorsport » Langstreckenpokal » News

15.10.2013 |

Nachricht

Alles im grünen Bereich

Nun holte sich auch der jüngste Sprössling von mathilda racing die VLN-Reife für den Kölner Rennstall. In der Vorbereitung auf das ROWE DMV 250-Meilen-Rennen am 12.10.2013 entschied mathilda-Chef Michael Paatz kurzfristig, den giftgrünen Scirocco ins Rennen zu schicken.

Artikel interessant?

Wenn Dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn doch mit deinen Freunden.

„Wir haben das Auto Mitte der Saison von Fleper Motorsport übernommen, um damit in der VLN zu starten“, erklärt Paatz, „jetzt hat der Zeitpunkt sehr gut gepasst.“

Seriensieger in der Serienwagenklasse

Auch wenn der schnelle Grünling erstmals die Fahnen von mathilda racing vertrat, ist er in der grünen Hölle kein Unbekannter. Der mathilda GT-Rs, wie der Scirocco inzwischen getauft wurde, fuhr in den letzten Jahren die Konkurrenz in der Serienwagenklasse VT2 förmlich in Grund und Boden. Marcel Hoppe und Harald Thönnes holten für Fleper Motorsport 2012 sieben Siege in neun Rennen und damit wie schon 2011 den ungefährdeten Klassengesamtsieg. „Wir haben gute Kontakte zu Fleper und als ich erfuhr, dass sie in diesem Jahr nicht in der VT2 starten, habe ich nicht lange gezögert“, so Paatz. Ein Auto in der Serienwagenklasse sei insbesondere im Hinblick auf die Tuningprojekte eine sehr sinnvolle Entscheidung.

Unverhofft kommt oft und meist zur Unzeit

Der Nürburgring machte am Freitag seiner sagenumwobenen Unberechenbarkeit alle Ehre. Weil der Scirocco in diesem Jahr noch nicht in der VLN angetreten war, stand neben der üblichen technischen Abnahme auch die einmal pro Jahr vorgeschriebene Leistungsmessung auf der Agenda. Das Ergebnis auf dem Prüfstand von Manthey Racing versetzte alle in Erstaunen. Es zeigte sich, dass der GT-Rs ein paar mehr Pferde auf die Strecke bringt als serienmäßig zugelassen. Selbst bei großzügigster Auslegung der Toleranzgrenze war nichts zu machen – ein Start in der VT2 war ausgeschlossen. „Das ist wirklich ein Phänomen“, zeigte sich Michael Paatz irritiert, „wir haben am Motor überhaupt nichts verändert, seit wir das Auto von Fleper übernommen haben.“

Ungeplanter Klassenwechsel auf „rasch“
Was nun? Der Formel-3-Teamchef Hannes Neuhauser hatte eigens den weiten Weg aus Österreich auf sich genommen, um für mathilda racing zu starten. Lutz Rühl und Marc Heising hatten ebenfalls alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dabei zu sein. „Wir haben dann entschieden, dass wir in unserer eigentlichen Stammklasse starten, der SP3T“, sagt Michael Paatz. Leichter gesagt als getan. Der Start in einer anderen Klasse bedeutet, dass das Auto die entsprechende Zulassung des DMSB hat. „Normalerweise ist dies ein mehrtägiges Unterfangen“, erklärt Paatz, „wir hatten jedoch das Glück, dass beim Rennen alle notwendigen Leute vor Ort waren. Bis Samstagmorgen hatten wir die gesamte Bürokratie hinter uns gebracht.“ Glück gehabt. Und ein weiteres Gutes gibt es auch noch: Der grüne Scirocco ist nun für die SP3T zugelassen, der Klasse also, in der er beim 24h-Rennen 2014 aller Voraussicht nach starten wird.

Sehr guter sechster Platz
Allerdings war klar, dass die Trauben hoch hängen. „Wir hatten uns einen Platz zwischen 8 und 10 ausgerechnet“, so Paatz, „das wäre unter 12 Startern aller Ehren wert!“ Aber es kam besser. Nachdem freies Training und Qualifying insbesondere dazu genutzt wurden, das Auto kennenzulernen, zeigte der mathilda GT-Rs im Rennen eine sehr ambitionierte Leistung. In der Besetzung Michael Paatz, Lutz Rühl, Marc Heising vom mathilda-Partner ATS und dem Österreicher Hannes Neuhauser sprang ein sehr achtbarer 6. Platz raus. Das Auto zeigte dabei beeindruckende Stabilität, die für die kommenden Einsätze Gutes verheißt. „Sicherlich haben wir davon profitiert, dass es einige Ausfälle gab“, zeigt sich Michael Paatz bescheiden, „dennoch hat das Auto gezeigt, dass es ausgeprägte Steherqualitäten hat.“

Couragierte Teamleistung
Der grüne Scirocco spulte Runde um Runde souverän ab und mit ein wenig Glück hätte es vielleicht sogar noch für die Top Five gereicht. „Wir haben mit der schnellsten Runde von 9:46.58 sicherlich noch Luft nach oben“, zeigte sich mathilda-Chef Paatz zufrieden, „aber für den ersten Einsatz des Autos haben alle einen sehr guten Job gemacht. Vielen Dank ans gesamte Team.“ Man habe das Potential des Autos erkannt und arbeite nun in der eigenen Werkstatt gezielt an der einen oder anderen Verbesserung. Im nächsten Jahr soll der mathilda GT-Rs dann eine komplette Saison in seiner Stammklasse VT2 eingesetzt werden, um dort sein Potential zur vollen Entfaltung zu bringen.


YouTube - Kanal

10. VLN Lauf 2012 mathilda racing plant für 2013