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08.11.2013 |

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mathilda racing mit hoffnungsvollem Saisonfinale

Das Abschlussrennen der VLN zeigte alle Charakteristika, die diese Rennserie auf der Nordschleife berühmt-berüchtigt macht. Es war ein ewiges Auf und Ab von Wetter, Emotionen und Platzierungen. Mittendrin das mathilda racing Team. Die Kölner zeigten, dass sie in der nächsten Saison bei der Vergabe der vorderen Plätze in der SP3T ein gehöriges Wort mitsprechen können.

Constantin Kletzer mit Topzeit im Freien Training
Das freie Training am Freitag verlief für mathilda racing sehr positiv.

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Der österreichische Pilot Constantin Kletzer, der schon beim 24h-Rennen für mathilda racing ins Lenkrad griff und auch beim 4. Platz im VLN-Lauf Ende September zum Team zählte, fuhr auf trockener Strecke eine sehr gute 9:07 min und setzte damit ein deutliches Ausrufezeichen. „Damit haben wir uns zurück gemeldet im Kreis der Podiumsanwärter“, freut sich mathilda racing Chef Michael Paatz „Constantin hat sein fahrerisches Potential und das des Autos eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“

Alles Audi, oder was?
Tatsächlich gelang es den drei in der SP3T-Klasse gestarteten Sciroccos bei der 38. Auflage des DMV Münsterlandpokals in die Phalanx der bis Dato alles beherrschenden Audi TTs einzudringen. Beim Qualifying am Samstagmorgen fuhren Maximilian Hackländer, Pierre Humbert und Daniel Bohr im Qualifying unter zehn Startern sensationell auf den zweiten Platz. Michael Paatz und Constantin Kletzer platzierten sich auf Platz 4. Stefan Wieninger und Georg Niederberger absolvierten den Kurs schließlich mit der sechsbesten Zeit. Bemerkenswert waren auch die Platzierungen in der Gesamtwertung: Unter 150 Startern standen die Plätze 25, 27 und 31 zu Buche. „Das war ein deutliches Ausrufzeichen von uns und den Sciroccos überhaupt“, resümiert Paatz, „schade, dass die Saison nicht noch einige Rennen länger dauert. Wir sitzen den Audis dicht im Nacken.“

„Grau ist alle Theorie – entscheidend ist auf’m Rennen“
Im Rennen erwies sich dann leider der oft zitierte Satz von Adi Preißler als unumstößliche Weisheit: Keiner der hoffnungsvoll gestarteten Sciroccos sah die Zielflagge. Für mathilda racing gab es gar die Höchststrafe. Gestartet von Platz 4 in der SP3T-Klasse schob sich Constantin Kletzer zunächst in der ersten Runde bis auf den zweiten Platz vor. Noch vor der ersten Zieldurchfahrt fand der Husarenritt allerdings mit einem Dreher und nachfolgendem heftigem Einschlag im Bereich Hohenrain-Schikane ein jähes Ende. „Schade“, so Paatz, „das Podium wäre sicherlich drin gewesen. So bleibt uns immerhin die Gewißheit, dass wir mit den Audis mithalten können“. Nicht viel besser erging es den Markenkollegen. Hackländer, Humbert und Bohr absolvierten 19 Runden bevor sie ein Radlagerschaden zur Aufgabe zwang. Niederberger und Wieninger, die im letztjährigen Gesamtsiegerauto lange Platz 2 behaupteten, erwischte es schließlich zwei Runden später: Unfall im Bereich Schwalbenschwanz.


Doch wieder die Audis
Bei soviel Pech der Sciroccos machten die Audis das Podium in der SP3T-Klasse erneut unter sich aus. Es siegten überraschend Manuel Metzger und Heinz Schmersal vor dem favorisierten Team Raeder Motorsport um Deegener, Breuer und Schmidtmann, die vor dem Rennen noch Chancen auf den Gesamtsieg hatten. Dritter wurden die nimmermüden Waselbrüder auf ihrem Audi TTS.

Kleine ganz groß: Renault Clio mit Gesamtsieg
Während sich in der SP3T Audi und VW im immer jungen Markenduell maßen, entschied an anderer Stelle David den Kampf gegen Goliath für sich. Die Gesamtwertung konnten die Brüder Tim und Dirk Groneck, die mit ihrem Renault Cup Clio in der Klasse CUP3 starten, für sich entscheiden – vor den hoch dekorierten Teams von Manthey und Co. Ermöglicht werden solche biblischen Erfolge dadurch, dass alle Teilnehmer in Klassen eingeteilt werden und so ein fairer Motorsport zwischen „Amateuren“ und “Profis” ermöglicht wird. Nachdem das Brüder-Paar Groneck das gesamte Jahr in die Wertung ankam, half ihnen vor allem die Teilnehmerdichte ihrer Starterklasse, die für hohe Punktzahl sorgte. Ein fünfter Rang reichte nach einem bis zur Zielflagge spannenden Rennens zum Sieg. Breuer und Deegener schlossen die Saison als beste SP3Tler als drittbestes Team ab. Chapeau.

Fazit und Ausblick
„Zunächst gratulieren wir den Groneck-Brüdern zum diesjährigen Streich. Das Team hat gezeigt, dass man auch mit überschaubarem Budget erfolgreich sein kann und dabei manch großem die Schürze gezeigt. Zuverlässigkeit und Konstanz waren die Schlüssel zum Sieg. Sehr beeindruckend“, analysiert Michael Paatz. Im nächsten Jahr werde man mit dem mathilda racing Team ebenfalls die gesamte VLN-Serie bestreiten – mit dem Scirocco GT24 in der SP3T und zusätzlich mit einem Scirocco in der Serienwagenklasse VT2. Außerdem sei wie in den letzten Jahren der Start beim 24h-Rennen fest eingeplant. „Ich betrachte die Saison 2013 als konsequente Weiterentwicklung unserer Philosophie. Wir haben eine neue Werkstatt für die Rennautos eingerichtet, unseren Fuhrpark auf drei Renn-Sciroccos ausgebaut, ein großartiges Fahrerteam beieinander und in den letzten beiden VLN-Rennen gesehen, dass wir mit unserem Paket vorne dabei sein können. Genau das haben wir vor. Ich freue mich auf die kommende Saison“, bilanziert mathilda Chef Michael Paatz.

Wir bleiben dran!

 

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